Im Griechenland der Antike wurde die Hypnose als "Tempelschlaf" im Äskulapkult zu Heilzwecken eingesetzt. Die Hilfesuchenden wurden in sogenannten Asklepeien behandelt. Die "Therapiezentren" der damaligen Zeit - sie sind teilweise heute noch erhalten, zum Beispiel in Epidauros und Pergamon - waren nur in langen Pilgerreisen zu erreichen. Einmal dort angekommen, folgten zahlreiche Vorbereitungsriten wie Waschungen und Gebete. Dadurch wurde bei den Patientinnen und Patienten eine Erwartungshaltung erzeugt, welche die spätere Wirkung des Heilschlafs zuliess, ja sogar verstärkte. In speziell dafür gebauten Gewölben legten sich die Pilger nieder und erhielten durch verborgene Schalltrichter von den Priestern Einflüsterungen, die als Götterstimmen interpretiert und angenommen wurden.
Aus Inschriften geht hervor, dass mit dieser Art Hypnose ganz unterschiedliche Krankheiten geheilt wurden. Zum Beispiel Handlähmung, Kinderlosigkeit, Blindheit, Glatzenbildung und Hautmale.
Die ersten Schlaftempel wurden ca. um 400 vor Christus gegründet und verbreiteten sich im folgenden Jahrtausend über Griechenland, Rom, Ägypten bis Karthago (im heutigen Tunesien gelegen).

