Die Hypnose gehört zu den ältesten Therapieverfahren überhaupt. Hinweise darauf findet man bereits in über 3000 Jahre alten Überlieferungen. Verschiedenen Formen der (Selbst-)Hypnose begegnen wir auch heute immer wieder. Zum Beispiel bei der Meditation oder beim Autogenen Training. Jeder Mensch verbringt täglich Augenblicke in Hypnose. Unter anderem während Tagträumen; vertieft in das Lesen eines spannenden Buches, in der Phase kurz bevor wir einschlafen, oder im Zug - eingelullt durch das monotone Rattern der Räder auf den Schienen. Wenn Ihnen diese Zustände vertraut sind, eigenen Sie sich auch für die Hypnosetherapie
Die moderne Hypnosetherapie birgt enorme Chancen, Menschen bei der Lösung verschiedenster Probleme und Störungen zu helfen. Es ist eine sehr sanfte und im Allgemeinen rasch wirkende Methode um positive Veränderungen herbeizuführen. Die Anwendungsbereiche der Hypnosetherapie sind vielfältig:
- Phobien (Ängste) abbauen
- Allergien lindern
- Persönlichkeitsentwicklung (Förderung des Selbstbewusstseins u.ä.)
- Schlafstörungen beseitigen
- Stress abbauen
- Blutdruck senken
- Abnehmen
- Raucherentwöhnung
- u.v.a.m.
Als unterstützende Behandlung kann die Hypnosetherapie bei praktisch allen Krankheitsformen angewendet werden. Es werden dann vor allem die Selbstheilungskräfte gezielt aktiviert oder an der Einstellung der Patienten zur Krankheit gearbeitet. Die Wirksamkeit der Hypnosetherapie ist heute wissenschaftlich nachgewiesen.
Wie bei praktisch allen Therapien geht auch einer Hypnosetherapie ein ausführliches Gespräch mit der Klientin / dem Klienten voraus. In diesem soll die Problematik möglichst detailliert erfasst werden. Gleichzeitig wird der Hypnosetherapeut das Wesen und die Funktionsweise der Hypnose erklären und mögliche Fragen beantworten. In einer ersten, einfachen Entspannungshypnose geht es darum, zu spüren wie gut sich Hypnose anfühlt und wie sie wirkt.
Nach dem Erstgespräch wird der Hypnosetherapeut zusammen mit dem Klienten das Behandlungsziel festlegen und ein dazu passendes Konzept erarbeiten. Wer sich für eine Hypnosetherapie entscheidet, sollte gewisse Voraussetzungen mitbringen. Sehr wichtig ist die eigene Motivation, sie ist die treibende Kraft. Entgegen dem äusseren Anschein ist die Hypnose nämlich kein passiver Zustand, in welchem Probleme "weggezaubert" werden. Die aktive Mithilfe der Klientin, resp. des Klienten ist ein wesentlicher Faktor zum Erreichen des gesteckten Zieles. Dabei ist eines klar: Auch die Hypnosetherapie kann keine 100%igen Erfolge und damit keine Garantie auf Besserung geben. Doch meist wirkt die Hypnosetherapie erstaunlich schnell und umfassend.
(Artikel erschienen in der Solothurner Woche)
