Entwicklung der Hypose

Nach Mesmers Tod führte eine grosse Zahl von Schülern und Nachahmern sein Werk in Europa und Amerika weiter. Der Begriff "Hypnose" wurde erstmals 1843 vom schottischen Augenarzt James Braid verwendet. Er ging - wie Mesmer - davon aus, dass die Hypnose eine Art von Schlaf sei und verwendete den Ausdruck in Anlehnung an Hypnos, den griechischen Gott des Schlafes.

In der Folge wurden verschiedene Ansätze zur Erklärung des Phänomens Hypnose entwickelt:


Ein Zusammenhang mit dem Flüssigkeitszustand des Blutes wurde hergestellt (Abbé Faria).
Es sei eine besondere Form der Hysterie (Jean Martin Charcot).
Es handle sich um einen durch Suggestionen herbeigeführten, veränderten Bewusstseinszustand (Ambroise-Auguste Liébeault / Hyppolite Bernheim).

Einen grossen Rückschlag erlitt die Entwicklung der Hypnose als Therapieverfahren, als sie durch Sigmund Freud, den Vater der Psychotherapie, verworfen wurde. Aus der einschlägigen Literatur geht hervor, dass Freud sich zunächst sehr für die Hypnose interessierte. Da er jedoch eine sehr autoritäre Persönlichkeit war - und die von ihm angewandte Hypnosetherapie sehr einengend - hielt sich sein Erfolg in Grenzen. Er begann die Hypnose zu kritisieren und wandte sich schliesslich von ihr ab.

Milton H. Erickson, ein Mediziner und Psychotherapeut nahm in den 60er Jahren die Hypnose wieder auf und entwickelte einen individuellen, permissiven (nicht autoritären) Stil. Damit prägte er die moderne Hypnosetherapie und verhalf ihr zur breiten Anerkennung. Erickson war ein Meister der hypnotischen Sprache. Er beeinflusste zahlreiche therapeutische Entwicklungen, darunter zum Beispiel das NLP, das ihm sogar das Milton-Modell widmete.


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