Franz Anton Mesmer

Die hypnotischen Heilverfahren wurden im Mittelalter jahrhundertelang als Hexerei und Teufelswerk verfolgt. Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts - zur Zeit der Aufklärung - erlebte der Hypnotismus durch den Arzt Franz Anton Mesmer einen enormen Aufschwung. Obwohl: Mesmer ging davon aus, dass er ein besonderes "Fluidum" entdeckt habe, den animalischen Magnetismus. Es sind dies Energieströme, die in Bahnen durch den Körper laufen und die bei Krankheiten gestört, resp. eingedämmt sind. Durch das Bewegen der Hände über dem Körper des Patienten - so die Idee Mesmers - würde einerseits Energie zugefügt, andererseits der Energiefluss wieder in Gang gebracht.

Wie bereits in den Heiltempeln, verstand sich auch Franz Anton Mesmer darauf, bei seinen Patientinnen und Patienten eine enorme Erwartungshaltung zu erzeugen. Er setzte grosse Spiegel ein, liess Sphärenmusik erklingen, oder blickte den Hilfesuchenden starr in die Augen, derweil er mit ihnen arbeitete. Dadurch, dass er vornehmlich ganze Gruppen behandelte - sein Wartezimmer war stets überfüllt - verstärkte er diesen Effekt noch zusätzlich (Gruppendynamik).

Mesmer ging allerdings noch davon aus, dass seine Methode nicht suggestiv sei, sondern dass es sich dabei um einen physikalischen Prozess handle.


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