Totale Kontrolle

Die Furcht, die Kontrolle über sich zu verlieren, ist eines der grossen Schreckgespenster der Hypnose. Kaum ist man in Hypnose - so die Vorstellung - kann der Hypnotiseur mit einem machen, was er will. Unser Wille wird von ihm beherrscht, die Moral total ausgeschaltet.

Solche Meinungen werden ebenfalls sehr stark durch Show-Hypnose, Filme oder Meldungen aus der Sensationspresse gefördert.

Oftmals reagieren Klientinnen und Klienten, die das erste Mal in Hypnose waren, ziemlich erstaunt: "Bin ich wirklich hypnotisiert gewesen? Ich habe ja alles rund herum mitbekommen. Ich hätte jederzeit aufstehen und gehen können." usw. Diese Reaktionen zeigen, dass die Hypnose alles andere als eine Entrückung ist Man hat jederzeit die volle Kontrolle über sich. Klar, wenn der Zustand als sehr angenehm empfunden wird - was meist der Fall ist - kann es schon mal sein, dass man ein wenig "entschwebt". Genauso, wie das bei Tagträumen vorkommt. Doch wird niemand in der Hypnosetherapie Dinge ausplaudern, die man nicht ausplaudern will. Es wird niemand sich in einer Art blossstellen, die man nicht verantworten kann. Es kann niemand zu einem Mord gezwungen und niemand sexuell hörig gemacht werden.

Gerade sexuelle Übergriffe können leider (in jeder Therapieform) vorkommen. Doch hat dies nichts mit der Hypnose an sich zu tun. Wenn beispielsweise ein Zahnarzt etwas so Verwerfliches täte, würde diese Tat ja auch nicht auf die zahnmedizinischen Geräte abgewälzt


(C) 2011 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken