Starr und ohne Erinnerung

Eine weitere gängige Ansicht besteht im Glauben, dass hypnotisierte Personen total bewegungsunfähig seien (Katalepsie), und sich zudem nach der Hypnose an nichts mehr erinnern könnten. Man hat also Angst davor, in Hypnose manipuliert zu werden, ohne sich dessen im Nachhinein bewusst zu sein.

Es ist tatsächlich möglich, unter Hypnose das Phänomen der teilweisen oder ganzen Körperstarre zu produzieren. Jedoch nur dann, wenn die Klientin oder der Klient mit dem Hypnosetherapeuten kooperiert und die Erzeugung dieses Zustandes zulässt. Da Katalepsie keinen therapeutischen Zweck erfüllt, wird sie jedoch in der Hypnosetherapie kaum eingesetzt.

Das "Problem" des Vergessens begegnet uns allen täglich. Ständig entfallen uns Informationen oder kehren nur verzerrt, respektive bruchstückhaft, zurück ins Gedächtnis.

Alles in allem wird unter Hypnose eher Vergessenes wieder ins Gedächtnis zurückgerufen als umgekehrt. Die gezielte, vorübergehende Ausschaltung von Erinnerungen wird jedoch tatsächlich ab und zu eingesetzt. So etwa, wenn während einer Hypnosetherapie Gedächtnisinhalte freigelegt werden, für deren Verarbeitung der Zeitpunkt noch nicht reif ist. In diesem Fall steht einzig und alleine der Schutz der Klientin oder des Klienten im Vordergrund.


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